Viele Welpenhalter möchten, dass ihr Hund möglichst viele andere Hunde kennenlernt. Die Idee dahinter ist verständlich: Der Welpe soll freundlich und sozial werden. In der Praxis kommt es jedoch nicht darauf an, möglichst viele Hunde zu treffen.
Viel wichtiger ist die Qualität der Begegnungen. Ein Welpe profitiert mehr von wenigen passenden Kontakten als von ständig wechselnden Hundebegegnungen. Nicht jeder fremde Hund ist ein guter Spielpartner, und nicht jede Begegnung muss zu Kontakt führen.
Gerade im Alltag ist es hilfreich, wenn ein Welpe lernt, andere Hunde wahrzunehmen, ohne immer direkt hinzulaufen. Ruhe, Orientierung am Menschen und die Fähigkeit, Situationen gelassen auszuhalten, sind oft wichtiger als häufiges Spielen. Gleichzeitig sind passende Kontakte zu anderen, auch fremden Hunden wichtig. Welpen müssen den Umgang mit unterschiedlichen Hunden lernen. Zudem sollten sie nicht ausschließlich Kontakt zu bekannten Hunden haben, da auch die Fähigkeit, Kontakt zu noch unbekannten Hunden herzustellen, wichtig ist. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Kontakte, sondern dass sie altersangemessen sind und dem Welpen helfen, einen sicheren und angemessenen Umgang mit anderen Hunden zu entwickeln.
Viele Probleme entstehen nicht dadurch, dass Welpen zu viele Hunde kennenlernen, sondern weil sie lernen, dass andere Hunde ständig besonders spannend sind. Dann fällt es später schwer, sich auf den Menschen zu konzentrieren oder ruhig an anderen Hunden vorbeizugehen. Das bedeutet jedoch nicht, Hundekontakte zu vermeiden. Entscheidend ist, dass Welpen passende Erfahrungen mit unterschiedlichen Hunden sammeln können.
Dabei kommt es auf den Rahmen an. Ein guter Kontakt ist nicht wildes Durcheinander, sondern eine Situation, in der der Welpe angemessen reagieren, kommunizieren und sich wieder lösen kann. Manche Begegnungen sind wertvoll, andere überfordern oder vermitteln dem Welpen falsche Erwartungen. Gerade deshalb ist fachliche Begleitung wichtig. Welpen sollen weder wahllos zu jedem Hund laufen, noch von Hundekontakten ferngehalten werden. Beides kann später Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Hunden verursachen.
Im Welpenkurs geht es darum, passende Sozialkontakte zu ermöglichen, Verhalten einzuordnen und junge Hunde in dieser wichtigen Phase sinnvoll zu begleiten.
Fazit: Für Welpen sind nicht möglichst viele Hundekontakte entscheidend, sondern passende Erfahrungen. Gute Hundebegegnungen helfen weiter, zu viele oder ungeeignete Kontakte dagegen nicht.
Der Welpenkurs in Reinickendorf begleitet Welpen in einer wichtigen Entwicklungsphase mit Sozialisation, Alltagstraining und fachlicher Unterstützung für Halter.


