Viele Welpenhalter möchten ihrem Hund möglichst viel zeigen. Neue Orte, verschiedene Menschen, andere Hunde, Ausflüge oder besondere Erlebnisse sollen dabei helfen, dass der Welpe später sicher und entspannt durchs Leben geht. Die Idee dahinter ist verständlich, führt aber oft zu einem Missverständnis.
Für einen Welpen ist nicht entscheidend, möglichst viel zu erleben. Viel wichtiger ist, dass Erlebnisse altersangemessen sind und verarbeitet werden können. Ein Welpe muss nicht jeden Tag etwas Neues kennenlernen, um sich gut zu entwickeln.
Gerade in den ersten Wochen möchten viele Menschen nichts verpassen. Dadurch entsteht schnell ein voller Terminkalender für den Hund. Dabei wird oft übersehen, dass jeder neue Eindruck verarbeitet werden muss. Auch positive Erlebnisse können anstrengend sein und benötigen Zeit zur Erholung.
Viele Welpen profitieren deshalb von einem ruhigen Alltag mit einzelnen, gut ausgewählten Erfahrungen. Nicht die Menge der Erlebnisse entscheidet darüber, wie sicher ein Hund später im Alltag ist, sondern die Qualität der Erfahrungen und die Möglichkeit, diese in Ruhe zu verarbeiten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Welpe möglichst wenig erleben sollte. Gerade in den ersten Lebensmonaten sind passende Erfahrungen mit Menschen, Hunden, Umweltreizen und Alltagssituationen wichtig. Ein Welpe sollte die Möglichkeit haben, die Welt kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln. Entscheidend ist dabei nicht „möglichst viel“ oder „möglichst wenig“, sondern ein altersangemessenes Maß.
Wichtig ist außerdem, dass ein Welpe nicht ständig beschäftigt oder unterhalten wird. Lernen findet nicht nur während eines Ausflugs oder einer Begegnung statt, sondern auch in den Ruhephasen danach.
Im Welpenkurs geht es deshalb nicht darum, möglichst viele Reize zu schaffen. Vielmehr werden Welpen in einer wichtigen Entwicklungsphase begleitet und lernen unterschiedliche Situationen in einem passenden Rahmen kennen.
Fazit: Ein Welpe muss nicht möglichst viel erleben. Genauso wenig sollte er jedoch von wichtigen Erfahrungen ferngehalten werden. Entscheidend ist ein altersangemessener Mix aus neuen Eindrücken, passenden Erfahrungen und ausreichend Zeit zur Verarbeitung.
Der Welpenkurs in Reinickendorf begleitet Welpen in einer wichtigen Entwicklungsphase mit Sozialisation, Alltagstraining und fachlicher Unterstützung für Halter.


